
Lesedauer: 4 min
Glasfaser-Hausanschluss – die Basis für einen schnellen Internetzugang
Exzellente Netzstabilität und hohe Geschwindigkeiten machen Glasfaser zur Technologie der Zukunft und sichern Ihnen eine optimale Performance für Smart Home und Streaming. Doch damit Sie von der aktuellsten Technik profitieren können, brauchen Sie einen Glasfaser-Hausanschluss. Aber wie kommt die Glasfaser in Ihr Haus? Was ist ein Hausübergabepunkt und gibt es besondere Regelungen für Mieter? Wir garantieren Ihnen angefangen von der Verlegung der Glasfaserleitungen bis hin zum glasklaren Empfang in Ihren eigenen vier Wänden einen optimalen Service.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Glasfaser-Hausanschluss?
- Wie bekomme ich Glasfaser ins Haus?
- Was ist ein Glasfaser-Hausübergabepunkt (HÜP)?
- Glasfaser-Hausanschluss für Mieter: Was gilt es zu beachten?
- Fazit
Was ist ein Glasfaser-Hausanschluss?
Damit Sie im Glasfasernetz surfen und streamen können, benötigen Sie einen sogenannten Hausanschluss. Der Hausanschluss ist das Verbindungselement zwischen dem jeweiligen Haushalt und dem Versorger. Er setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Leitungen auf dem Grundstück
- Hauseinführung
- Geräte im Hausinneren.
Moderne Technik macht es möglich, dass der Glasfaser-Hausanschluss mithilfe von Erdrakete und Spülbohrer in den meisten Fällen auf Privatgrundstücken ohne Öffnung des Erdreichs verlegt werden kann. Lediglich bei zahlreichen Hindernissen oder einer Ansammlung von Engstellen muss das Erdreich für die Verlegung geöffnet werden.
Wie bekomme ich Glasfaser ins Haus?
Der Einzug der Glasfaser in die eigenen vier Wände geht für Eigentümer und Mieter mit einem minimalen Aufwand einher. Den Auftakt macht die Grundverlegung im Ort. Sind die Ausbaupläne abgeschlossen, können die Verlegungsarbeiten auch direkt begonnen werden. Mit modernen Verlegeverfahren entsteht ein Netz aus Glasfaserleitungen, die von einem Hauptverteiler zu den Unterverteilern führen.
Ist das Glasfasernetz verlegt, schließen wir Ihr Zuhause an. Wir verlegen dabei die Leitung von der Straße zur Hauswand. Die Arbeiten stimmen wir mit Ihnen auf die Gegebenheiten auf Ihrem Grundstück ab. Durch unsere Experten wird die Glasfaser-Leitung für Ihren Hausanschluss direkt ins Gebäude geführt. Der Anschluss kann im Erdgeschoss, im Keller, aber nach Rücksprache mit Ihnen auch an einem anderen Punkt erfolgen. Der Anschluss an der Innenwand wird von außen versiegelt, sodass Nässe und Schmutz den Leitungen nichts anhaben können.
Was ist ein Glasfaser-Hausübergabepunkt (HÜP)?
Der Glasfaser-Hausübergabepunkt bildet die zentrale Schnittstelle zwischen der einerseits vorhandenen hausinternen Verkabelung und dem öffentlichen Netz. An diesem Punkt geht die Leitung ins Gebäude. Für ein stabiles und schnelles Surf- und Streaming-Vergnügen ist der Hausübergabepunkt essenziell:
- Klare Trennung des privaten und öffentlichen Netzes: Der Hausübergabepunkt trennt klar Ihre interne Infrastruktur von dem öffentlichen Netz. Diese Trennung ist nötig, um die Verantwortungsbereiche klar zu definieren.
- Zuverlässige Weiterleitung von Signalen: Durch den Hausübergabepunkt kann das ins Haus eingehende optische Signal schließlich an das ONT, das Netzabschlussgerät oder die interne Verkabelung übergeben werden.
- Mehr Sicherheit: Einerseits übernimmt der Hausübergabepunkt eine Schutzfunktion. Er schützt die Glasfaserverbindung also vor Beschädigungen durch Witterung und Schmutz. Andererseits stellt er einen schnellen Wartungszugriff sicher. Eingriffe in das individuelle Heimnetz sind daher auch bei Störungen äußerst selten.
Der Hausübergabepunkt wird durch den Versorger installiert. Zunächst werden hierfür über Leerrohre die Glasfaserleitungen bis zur Hauswand gebracht. Die dann vorgenommene Kernbohrung macht die Weiterführung ins Haus möglich. Für den HÜP müssen gewisse Standortanforderungen erfüllt werden:
- bevorzugt im Keller oder Hausanschlussraum
- Bereich muss trocken und gut zugänglich sein
- Distanz zur Hauseinführung maximal drei Meter.
Ist der HÜP montiert, erfolgt die Weiterleitung der Glasfaserkabel zum Router oder in die hausinterne Verkabelung. So lässt sich sicherstellen, dass in allen Räumen eine ausreichend hohe Bandbreite bereitsteht.
Glasfaser-Hausanschluss für Mieter: Was gilt es zu beachten?
Während bei Hauseigentümern die Installation eines Glasfaseranschlusses ohne weitere Rücksprachen erfolgen kann, müssen sich Mieter mit ihrem Vermieter verständigen. Die Installation eines Glasfaseranschlusses erfordert bauliche Maßnahmen, durch die in die Bausubstanz des Gebäudes eingegriffen wird. Für Vermieter gibt es seit Einführung des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKMoG) im Jahr 2021 allerdings eine Mitwirkungspflicht. Demnach sind Vermieter dazu verpflichtet, einem Glasfaser-Hausanschluss zuzustimmen, wenn der Ausbau in der jeweiligen Region erfolgt.
Die durch den Anschluss entstehenden Kosten können vom Vermieter teilweise über die Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden. Diese Umlage ist im Normalfall auf fünf Jahre befristet, kann in Ausnahmen aber auf bis zu neun Jahre verlängert werden.
Doch was ist, wenn der Vermieter nicht selbst aktiv wird? Möchten Mieter einen Glasfaser-Hausanschluss in ihrer Wohnung nutzen, können sie die ersten nötigen Schritte selbst umsetzen:
- Mieter sollten eine erste Anfrage an den Vermieter schicken und dort den Wunsch nach einem Glasfaser-Hausanschluss in Eigenregie äußern.
- Im nächsten Schritt sollte explizit nach einer Genehmigung durch den Vermieter gebeten werden.
- Nach Zustimmung des Vermieters kann der Mieter eine Fachfirma engagieren.
- Vor Beginn der Arbeiten sollten die Haftungsfragen geklärt werden.
- Im letzten Schritt müssen die Grundlagen des Rückbaus geregelt und festgehalten werden.
Fazit: Glasfaser-Hausanschluss ist Eintrittstor ins schnelle Internet
Wer per Glasfaser surfen und streamen möchte, kommt um einen Glasfaser-Hausanschluss nicht herum. Moderne Technologien und ein exzellenter Support durch die Versorger machen den Zugang leicht. Bei der Planung des Glasfaser-Hausanschlusses müssen verschiedene Regelungen für Eigentümer und Mieter berücksichtigt werden.
Quellenverzeichnis