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LWL (Lichtwellenleiter)
Aufbau und Funktion von LWL-Kabeln
Lichtwellenleiter übertragen Informationen mithilfe von Lichtsignalen. Sie bestehen in der Regel aus sehr dünnen Glasfasern und werden deshalb auch als Glasfaser-Lichtleiter oder LWL-Kabel bezeichnet. Die Abkürzung LWL steht für Lichtwellenleiter.
Im Vergleich zu herkömmlichen Kupferleitungen ermöglichen Lichtwellenleiter eine schnelle, stabile und nahezu verlustfreie Datenübertragung über große Entfernungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Wie ist ein Lichtwellenleiter aufgebaut?
2. Wie funktioniert ein LWL-Kabel?
3. Singlemode- und Multimode-Fasern
4. Vorteile und Einsatzbereiche
5. Fazit
Wie ist ein Lichtwellenleiter aufgebaut?
Ein Lichtwellenleiter besteht aus mehreren Schichten. Im Inneren befindet sich der dünne Faserkern, durch den die Lichtsignale übertragen werden. Dieser Kern besteht meist aus Glas, teilweise auch aus Kunststoff.
Um den Kern liegt ein optischer Mantel mit anderen lichtbrechenden Eigenschaften. Weitere Schutzschichten bewahren die empfindliche Glasfaser vor Feuchtigkeit, Druck und mechanischen Beschädigungen.
Wie funktioniert ein LWL-Kabel?
Die Daten werden in Form schneller Lichtimpulse durch den Faserkern geleitet. Der Mantel sorgt dafür, dass das Licht im Kern bleibt und entlang des Lichtwellenleiter-Kabels weitergeführt wird.
Am Ende der Verbindung werden die optischen Signale wieder in elektrische Daten umgewandelt. Auf diese Weise lassen sich große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit übertragen.
Singlemode- und Multimode-Fasern
Lichtwellenleiter werden hauptsächlich in zwei Arten unterteilt:
- Singlemode-Fasern: Sie besitzen einen sehr dünnen Faserkern und übertragen das Licht in nur einem Ausbreitungsweg. Dadurch eignen sie sich besonders für hohe Bandbreiten und große Entfernungen.
- Multimode-Fasern: Sie verfügen über einen größeren Faserkern, in dem sich mehrere Lichtwege ausbreiten können. Sie werden vor allem für kürzere Verbindungen eingesetzt, beispielsweise innerhalb von Gebäuden oder Rechenzentren.
Singlemode-Fasern kommen häufig in öffentlichen Glasfasernetzen zum Einsatz. Multimode-Fasern werden überwiegend für lokale Netzwerkverbindungen verwendet.
Vorteile und Einsatzbereiche
LWL-Kabel bieten mehrere Vorteile:
- hohe Übertragungsgeschwindigkeiten
- geringe Signalverluste
- große Reichweiten
- geringe Störanfälligkeit
- keine Beeinflussung durch elektromagnetische Felder
- hohe Kapazität für zukünftige Bandbreiten.
Lichtwellenleiter werden unter anderem in Telekommunikationsnetzen, Rechenzentren, Unternehmensnetzwerken und Glasfaser-Hausanschlüssen eingesetzt.
Fazit
Lichtwellenleiter bilden die technische Grundlage moderner Glasfasernetze. Sie übertragen Daten mithilfe von Lichtsignalen und ermöglichen hohe Geschwindigkeiten über große Entfernungen. Je nach Einsatzbereich kommen Singlemode- oder Multimode-Fasern zum Einsatz.