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Wie kommt Glasfaser ins Haus

Lesedauer: 5 min

Wie kommt Glasfaser ins Haus? Der komplette Ablauf einfach erklärt

Streaming in höchster Qualität, stabile Videokonferenzen im Homeoffice und ultraschnelle Downloads – moderne Internetnutzung stellt immer höhere Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Haushalte für einen Glasfaseranschluss. Doch wie gelangt die Glasfaser eigentlich bis ins eigene Zuhause? Welche Technik steckt dahinter? Und was bedeuten Begriffe wie FTTH, GPON oder XGS-PON?

In unserem Erklärvideo zeigen wir den Weg der Glasfaser von der Straße bis in die eigenen vier Wände. In diesem Beitrag erklären wir die einzelnen Schritte noch genauer und geben einen Einblick in die Technik moderner Glasfasernetze.

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Inhaltsverzeichnis

Warum Glasfaser die moderne Internet-Infrastruktur ist

Im Gegensatz zu klassischen Kupferleitungen werden Daten bei Glasfaser nicht elektrisch, sondern optisch übertragen – mithilfe von Lichtsignalen. Dadurch sind besonders hohe Bandbreiten, stabile Verbindungen und niedrige Latenzen möglich. Gerade in Haushalten mit mehreren gleichzeitig aktiven Geräten spielt Glasfaser ihre Vorteile aus: Während gestreamt, gearbeitet, gespielt und parallel große Dateien heruntergeladen werden, bleibt die Verbindung stabil und leistungsfähig.

Die wichtigsten Vorteile moderner Glasfaseranschlüsse auf einen Blick:

  • Hohe Download- und Uploadgeschwindigkeiten
  • Stabile Verbindung auch bei vielen gleichzeitig aktiven Geräten
  • Niedrige Latenzen für Gaming, Streaming und Videokonferenzen
  • Zukunftssichere Infrastruktur für kommende Anwendungen
  • Geringere Störanfälligkeit im Vergleich zu Kupferleitungen

Hinzu kommt, dass Glasfaser als besonders zukunftssichere Technologie gilt. Anwendungen wie Cloud-Gaming, Smart Home, 4K- und 8K-Streaming oder KI-basierte Dienste benötigen immer höhere Datenraten. Glasfasernetze schaffen dafür bereits heute die passende Grundlage.

Der Weg der Glasfaser ins Haus

Sobald ein Glasfaseranschluss gebucht wurde, beginnt zunächst die technische Planung. Dabei wird geprüft, wann das Ausbaugebiet erschlossen wird, wie die Leitungsführung erfolgen kann und wo die Technik im Gebäude installiert werden soll. Vor Beginn der Bauarbeiten findet in der Regel eine Hausbegehung statt. Gemeinsam mit den Eigentümern wird besprochen, wie das Glasfaserkabel ins Haus geführt wird und an welcher Stelle die Geräte später montiert werden.

Im nächsten Schritt beginnen die Tiefbauarbeiten. Dafür wird meist ein schmaler Graben im Gehweg oder Grünstreifen geöffnet, in dem die Leerrohre verlegt werden. Durch diese Leerrohre wird später die eigentliche Glasfaserleitung geführt. Moderne Ausbauverfahren ermöglichen dabei besonders schnelle und vergleichsweise saubere Bauarbeiten.

Je nach Bodenbeschaffenheit kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Bei steinigem Untergrund oder starkem Wurzelwerk wird häufig die offene Bauweise verwendet. Dabei wird ein schmaler Graben direkt bis zum Gebäude gezogen. Unter geeigneten Bedingungen kann alternativ eine sogenannte Erdrakete eingesetzt werden. Dabei entsteht unterirdisch ein kleiner Tunnel, ohne dass größere Flächen geöffnet werden müssen. Das hat den Vorteil, dass Gärten, Einfahrten oder Pflasterflächen weitgehend unberührt bleiben.

Damit die Glasfaserleitung schließlich ins Gebäude gelangt, wird eine kleine Kernbohrung in die Außenwand gesetzt. Durch diese Öffnung wird das Leerrohr eingeführt und anschließend gas- und wasserdicht verschlossen. Dadurch bleibt das Gebäude zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt.

So ist ein moderner Glasfaseranschluss aufgebaut

Ein Glasfaseranschluss besteht aus mehreren technischen Komponenten, die zusammenarbeiten, um das optische Signal bis zum Heimnetz zu transportieren.

Der typische Aufbau sieht so aus:

Der sogenannte APL („Abschlusspunkt Linientechnik“) bildet den Übergabepunkt zwischen dem Glasfasernetz aus der Straße und der Hausverkabelung. Hier endet die Netzseite des Providers und die Verbindung ins Gebäude beginnt.

Anschließend übernimmt der ONT („Optical Network Terminator“) eine zentrale Aufgabe: Er wandelt die optischen Lichtsignale der Glasfaser in digitale Netzwerksignale um, die ein Router verarbeiten kann. Der ONT funktioniert damit ähnlich wie ein Modem bei klassischen Internetanschlüssen und benötigt eine eigene Stromversorgung.

Vom ONT führt schließlich ein Netzwerkkabel – häufig ein CAT-6- oder CAT-7-Kabel – zum Router. Erst der Router verteilt das Internet anschließend im gesamten Haushalt, entweder per WLAN oder über LAN-Anschlüsse an Computer, Smartphones, Fernseher oder Smart-Home-Geräte.

Die wichtigsten Komponenten eines FTTH-Anschlusses sind:

  • Leerrohrsystem für die geschützte Kabelverlegung
  • Glasfaserkabel für die optische Datenübertragung
  • APL als Übergabepunkt im Gebäude
  • ONT zur Umwandlung der Lichtsignale
  • Router zur Verteilung des Internets im Heimnetz

FTTH, FTTB oder FTTC – wo liegt der Unterschied?

Nicht jeder Glasfaseranschluss bedeutet automatisch Glasfaser bis in die Wohnung. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Ausbauarten.

Bei FTTC („Fiber to the Curb“) endet die Glasfaser am Straßenverteiler. Die letzten Meter bis ins Gebäude werden weiterhin über Kupferleitungen übertragen. Diese Technik bildet häufig die Grundlage klassischer VDSL-Anschlüsse.

FTTB („Fiber to the Building“) bringt die Glasfaser dagegen bis ins Gebäude. Innerhalb des Hauses erfolgt die Verteilung oft weiterhin über bestehende Leitungen. Diese Ausbauform kommt besonders häufig in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz. Die modernste Variante ist FTTH („Fiber to the Home“). Hier wird die Glasfaser direkt bis in die Wohnung oder ins Einfamilienhaus geführt. Dadurch sind besonders hohe Bandbreiten, stabile Verbindungen und niedrige Latenzen möglich. Das im Video gezeigte Ausbauverfahren entspricht einem modernen FTTH-Anschluss.

GPON und XGS-PON einfach erklärt

Viele moderne Glasfasernetze basieren auf sogenannten PON-Technologien („Passive Optical Network“). Dabei werden bestimmte Netzkomponenten effizient gemeinsam genutzt, während jeder Haushalt einen eigenen leistungsfähigen Anschluss erhält.

Heute besonders verbreitet ist GPON. Diese Technologie ermöglicht Übertragungsraten von bis zu etwa 2,5 Gbit/s im Download und rund 1,25 Gbit/s im Upload. Für die meisten privaten Haushalte bietet das bereits mehr als ausreichend Leistung.

Mit XGS-PON steht inzwischen die nächste Generation moderner Glasfasertechnologie zur Verfügung. Hier sind symmetrische Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s möglich – sowohl im Download als auch im Upload. Dadurch eignet sich XGS-PON besonders für zukünftige Anwendungen mit sehr hohem Bandbreitenbedarf.

Herausforderungen beim Glasfaserausbau

Jedes Gebäude und jedes Grundstück bringt individuelle Anforderungen mit sich. Deshalb wird jeder Anschluss sorgfältig geplant. Unterschiedliche Bodenverhältnisse, bestehende Leitungen im Erdreich oder die optimale Position der Hauseinführung können die Bauarbeiten beeinflussen. Auch die Innenhausverkabelung spielt eine wichtige Rolle – besonders in älteren Gebäuden fehlt häufig eine moderne Netzwerkinfrastruktur.

Zu den häufigsten Herausforderungen zählen:

  • Steiniger Untergrund oder starkes Wurzelwerk
  • Begrenzte Platzverhältnisse im Gebäude
  • Bestehende Leitungen im Erdreich
  • Fehlende strukturierte Netzwerkverkabelung
  • Abstimmungen mit Eigentümern oder Hausverwaltungen

Dank moderner Ausbauverfahren lassen sich diese Herausforderungen jedoch in den meisten Fällen effizient und mit möglichst geringem Eingriff lösen.

Fazit: Glasfaser bringt Highspeed direkt nach Hause

Der Weg der Glasfaser ins Haus folgt einem klar strukturierten Ablauf – von der Planung über den Tiefbau bis hin zur Installation der Technik und der Aktivierung des Anschlusses. Moderne FTTH-Anschlüsse bringen die Glasfaser direkt bis ins Zuhause und schaffen damit die Grundlage für stabiles, schnelles und zukunftssicheres Internet.

Ob Streaming, Homeoffice, Gaming oder Smart Home: Glasfaser bietet die Leistungsfähigkeit, die moderne digitale Anwendungen heute und in Zukunft benötigen.

Häufige Fragen zu Glasfaserhausanschluss und Geräteinstallation

F A Q Frage: Wie vereinbare ich einen Termin für die Gebäudebesichtigung? Wie lange dauert die Installation? Muss im Garten vor dem Haus gegraben werden?
Antwort:

Sehr gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Gebäudebesichtigung. Bitte teilen Sie uns dafür Ihre Adresse und Telefonnummer mit, unser Außendienst meldet sich bei Ihnen. Die Dauer der Installation im Haus beträgt in der Regel einen bis zwei Tage. Ob im Garten gegraben werden muss, klären wir direkt bei der Vor-Ort-Begehung.

F A Q Frage: Wie wird das Glasfasernetz ausgebaut?
Antwort:

Zunächst werden Gehwege oder Straßen geöffnet, um Leerrohre zu verlegen. Anschließend werden die Glasfasern eingeblasen und bis zur jeweiligen Hauseinführung geführt. Nach Abschluss der Verlegung werden die Oberflächen wiederhergestellt.

F A Q Frage: Wird der Anschluss direkt in mein Haus gelegt?
Antwort:

Ja. Das Verfahren nennt sich Fiber to the Home (FTTH). Dabei wird Ihnen ein eigenes Glasfaserkabel direkt bis ins Haus verlegt.

F A Q Frage: Kann ich die Glasfaserleitung im Haus selbst verlegen?
Antwort:

Die Verlegung der Glasfaserleitung im Haus sollte immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Installation fachgerecht erfolgt und die volle Leistungsfähigkeit Ihres Glasfaser-Anschlusses gewährleistet ist.

F A Q Frage: Wie lange dauert die Glasfaser-Installation im Haus?
Antwort:

Die Dauer der Glasfaser-Installation hängt vom Aufwand und den baulichen Gegebenheiten ab. In der Regel dauert die Verlegung der Glasfaserleitung im Haus und die Einrichtung des Hausanschlusses nur wenige Stunden. Bei größeren Gebäuden oder besonderen Anforderungen kann es etwas länger dauern.

F A Q Frage: Wo befindet sich der Glasfaser-Anschluss im Haus?
Antwort:

In der Regel wird der Hausübergabepunkt im Keller oder Anschlussraum installiert. Falls das Gebäude diese Räume nicht hat, können Sie auch einen beliebigen Raum festlegen.

F A Q Frage: Wie viel kostet ein Glasfaser-Hausanschluss?
Antwort:

In Kombination mit einem Telefon- oder Internetvertrag von LEONET erhalten Sie Ihren Hausanschluss in der Regel kostenlos.

F A Q Frage: Wo wird Glasfaser am Haus angeschlossen?
Antwort:

In der Regel wird der Hausübergabepunkt im Keller oder Anschlussraum installiert. Falls das Gebäude diese Räume nicht hat, können Sie auch einen beliebigen Raum festlegen.

F A Q Frage: Wie erfolgt der Hausanschluss bei Glasfaser?
Antwort:

Sobald die zentrale Verteilerstation in Ihrem Ort aktiviert wurde, können die Glasfaserkabel von der Straße in Ihr Haus verlegt werden. Hierfür werden zunächst der Hausübergabepunkt, der Glasfaser-Teilnehmeranschluss und das Glasfasermodem (ONT) installiert. Anschließend wird das Glasfaserkabel über diesen Leitungsweg verlegt.

F A Q Frage: Kann der Glasfaser-Übergabepunkt auch in einen weiter innerhalb liegenden Kellerraum verlegt werden?
Antwort:

Einer unserer Bau-Experten wird vor der Baumaßnahme zum Hausanschluss mit Ihnen Kontakt aufnehmen und den Leistungsweg, wie auch den optimalen Standort des Glasfaser-Hausübergabepunktes, mit Ihnen besprechen und festlegen.
Bei Mehrfamilienhäusern ab 4 Wohneinheiten wird auch die Inhouse-Verkabelung mit Glasfaser bis in die jeweilige Wohneinheit angeboten. Auch hier wird alles mit Ihnen vorab besprochen und abgestimmt.

F A Q Frage: Wem gehört die Inhouse-Verkabelung?
Antwort:

Die Inhouse Verkabelung ist Eigentum vom Netzbetreiber.

F A Q Frage: Bei mir im Ort wird Glasfaser von LEONET ausgebaut, wie erhalte ich einen Anschluss?
Antwort:

Wenn wir planen, in Ihrem Ort Glasfaser auszubauen, können Sie sich auf unserer Webseite über den Status informieren. Gehen Sie dazu auf Netzausbau und klicken dann auf Ihre Gemeinde.
Ob Ihre Adresse sich im Ausbaugebiet befinden können Sie einfach im Verfügbarkeitscheck prüfen.

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